Authentisch bleiben

Dürfen wir als Erwachsene eigentlich auch einmal Schwäche zeigen? Immerhin sind wir ja Vorbild für unsere Kinder und deren Fels in der Brandung … ?

Ja, wir dürfen! Weil auch Traurigkeit, Wut oder Enttäuschung zum Leben gehören! Und ja, wir sind Vorbild für unsere Kinder – nämlich auch darin, wie wir mit Schwierigkeiten umgehen.

Das, was wir vermitteln sollten ist: Die Emotion selbst ist immer OK! Es ist Ok, wenn ich wütend bin! Es ist ok, wenn du traurig bist, es ist verständlich, wenn sie eifersüchtig ist! Am besten wäre es, wenn wir der Emotion gleich den passenden Namen geben z.B. Ich hab eine solche Wut im Bauch!!

Der Ausdruck von Emotionen ist je nach Kultur, und sogar je nach Familie unterschiedlich, so ist es in manchen Ländern üblich, seiner Trauer durch lautes Weinen Ausdruck zu verleihen, anderswo trauern Menschen wiederum ganz zurückhaltend und Weinen in der Öffentlichkeit wird vermieden.

Kinder lernen durch die Beobachtung der Erwachsenen, ihre Emotionen auszudrücken. Was anfangs ganz natürlich und impulsiv aus ihnen herausbricht, wird zunehmend an die jeweilige Art des Umgangs angepasst. Deshalb: Zeige deine eigenen Emotionen – sowohl die negativen und die positiven – und verleihe ihnen Ausdruck! Zeige deinem Kind, wie du dich z.B. von deiner Wut befreien kannst! Du wirst dich nicht auf den Boden schmeißen oder deinen Partner prügeln, sondern andere Wege finden ohne jemanden oder dich selbst zu verletzen.

Kinder brauchen keine perfekten, sondern authentische Eltern!

Eine Sache ist dabei bitte zu berücksichtigen: Gib niemals dem Kind die Schuld dafür wie du dich fühlst! Also sage nicht: „Du machst mich so wütend weil du nicht folgst“, sondern „Ich bin wütend, weil ich nicht gehört werde“

Haarspalterei? Ich wiederhole mich gerne, wenn ich sage, dass es wirklich oft die Kleinigkeiten sind, die den großen Unterschied ausmachen!

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